Exkursion des Biosphären Rind e.V. in den Odenwald

Fotos und Text: Herwart Groll (tegut…)

Schönstes Wetter, gute Laune und der Bus mit 44 Personen fast voll: beste Voraussetzungen für eine gelungene Exkursion!

Beeindruckend, was Familie Schultes in Waldmichelbach in rund 40 Jahren aufgebaut hat. Ein kleiner Betrieb in einem abgelegenen Seitental wurde zum Kern einer Familienunternehmung, mit großem Gasthof, Brennerei, Pensionspferden, Biogasanlage… und nicht zuletzt einer Mutterkuhhaltung mit rund 100 Fleckviehkühen, genetisch hornlos und oft prämiert: Mit denen fing es eigentlich an, als die Standortvoraussetzungen sich für Ackerbau und Milchviehhaltung einfach als nicht genügend erwiesen. Kosten gering halten durch Nutzung der Ressourcen vor der Haustür und selber tun was möglich ist – diese Devise wird offensichtlich in dem Rundholzstall und überhaupt in den sehr gut durchdachten Abläufen: Die Silos z.B. sind so angelegt, dass die Tiere während der Stallzeit direkt dort fressen können. Sehr viele Details zeigen, dass hier Tüftler und Bastler über Jahre mit wachem Auge und praktischem Können am Werk waren, die Abläufe Schritt für Schritt zu verbessern und effizient zu gestalten.

Herr Weber in Bad König-Momart züchtet Limousins; hat eine Herde von rund 60 Kühen und gehört dem Ökoverband Naturland an. Weitere Standbeine der Familie sind eine Wellenessfarm und Ferienwohnungen.

„Endlosschläuche“ verbrauchen im Vergleich zu den üblichen Siloballen deutlich weniger Folie und helfen Kosten zu sparen. Die Enden werden mit ein bis zwei Strohballen „verkorkt“. Das Futter wird nahe eines fast offenen Rundholzstalles gelagert, wo die Kühe auch den Winter über bleiben.

Schreibe einen Kommentar